Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und schon bald befinden wir uns im Schlussspurt für den anstehenden Digitaltag vom 3. September. Auch dieses Jahr konnten wir für den schweizweiten Aktionstag gemeinsam mit über 80 Partnern die unterschiedlichen Facetten der Digitalisierung aufgreifen und in das vielfältige Angebot an rund 12 Standorten einfliessen lassen. Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm, das zum Kennenlernen, Hinterfragen, Ausprobieren, Vertiefen, Erleben aber vor allem zu einer proaktiven Beteiligung einlädt. Wir begrüssen sowohl kritische als auch aufgeschlossene Stimmen. Mit verschiedenen Formaten wie Paneldiskussionen oder Dialog-Veranstaltungen haben eine Vielzahl an Meinungen und Positionen zur Digitalisierung Platz. Die kontinuierliche Auseinandersetzung mit Digitalisierung ist unbedingt nötig, somit auch eine kritische Reflexion. Wir wollen den Dialog mit der Bevölkerung auf eine neue Dimension bringen und führen dazu erstmalig ein passendes Format ein.

Der digitale Wandel baut auf eine informierte Bevölkerung

Im Mittelpunkt all unserer Aktivitäten stehen die Fragen, Ängste und Neugier der Schweizer Bevölkerung. Was bedeutet Digitalisierung konkret für uns alle? Immer mehr Menschen leben online. Statt miteinander zu sprechen wird oftmals der Austausch in Form von Chats per Smartphone bevorzugt. Filme, Musik oder Spiele zu kaufen ist out – Streamen ist jetzt in. Während das Digitale den Alltag längst durchdrungen hat, bemühen sich Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft um das Fundament. Digitalisierung bedeutet Fortschritt, neue Apps, neue Möglichkeiten, Wachstum, Kooperation. Gleichzeitig schafft die digitale Transformation auch Unsicherheiten. Stimmen rund um die Auswirkungen auf die Arbeitswelt und die Entwicklung der Berufsbilder werden immer lauter. Auch die Auseinandersetzung mit Daten-Ethik, Datenschutz und Datensicherheit ist allgegenwärtig. Wir nehmen Ängste ernst und versuchen die Chancen der Digitalisierung aufzuzeigen. Die Bevölkerung spielt unumstritten eine tragende Rolle und muss somit adäquat abgeholt und miteinbezogen werden.

«Digital beginnt bei dir – rede mit!»

Der Dialog mit den Besuchern soll revolutioniert werden, um daraus Impulse für weitere Aktivitäten und konkrete Forderungen an Wirtschaft und Politik ableiten zu können. Dafür bedienen wir uns dem World Café Format. So sollen möglichst viele Teilnehmer zu Wort kommen und der kooperative Dialog gefördert werden. Hierbei lautet die Devise «Digital beginnt bei dir – rede mit!». Besucher können vor Ort, sei dies u.a. an den Standorten Bern, Lugano, Chur oder Lausanne zu Themen wie Klimawandel im Zuge der Digitalisierung, Employability oder Mobilität, anregende Gespräche führen. Genaues Hinhören, Nachfragen, konstruktiv diskutieren, Zusammenhänge erkennen, kooperativ werden und schliesslich gemeinsam Lösungsvorschläge machen – so können alle Besucher im Veränderungsprozess mitwirken! Ich freue mich ganz besonders auf diese bürgernahe Partizipationsmöglichkeit und bin sehr darauf gespannt, wie sich die Bevölkerung am Digitaltag einbringen wird. Im Anschluss an den landesweiten Digitaltag sollen die Ergebnisse der Diskussionen in einem Bericht in Zusammenarbeit mit der ZHAW, FHNW und der Universität Zürich zusammengetragen und ausgewertet werden. Aus dieser Analyse entsteht ein Bericht für die Öffentlichkeit.

Lebenslanges Lernen wird zur Königsdisziplin

Nebst den unterschiedlichen Möglichkeiten, sich Gehör zu verschaffen, erwarten die Besucher verschiedene Themenwelten. So ist je nach Geschmack und Standort ein zielgerichtetes Eintauchen oder ein Entdecken ohne jegliches Vorwissen der Bereiche Gesundheit, Mobilität, Smart City, Bildung und vielen weiteren realisierbar. Hierbei wären wir auch schon beim übergeordneten Thema «lebenslanges Lernen» angelangt. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Schweizer Bevölkerung für dieses Schlüsselthema der Arbeitswelt der Zukunft zu sensibilisieren und aktivieren, damit wir alle tiefgreifende Veränderungen meistern können. Der digitale Wandel in der Arbeitswelt, aber auch die steigende Lebenserwartung mit einer langfristig wohl längeren Lebensarbeitszeit erfordern ständige Weiterbildung. Transformation, Digitalisierung und Automatisierung haben eine regelrechte Qualifikationsrevolution ausgelöst, bei der neue Fähigkeiten genauso rasch aufkommen wie andere obsolet werden. Der Wandel ist bereits für viele auf dem Arbeitsmarkt spürbar und geht einher mit der konkreten Angst, den Job zu verlieren. Lebenslanges Lernen ist die wichtigste Ressource, wenn es darum geht, Veränderungen und Verbesserungen zu bewirken. Darum widmen wir diesem Themenbereich am Digitaltag besondere Aufmerksamkeit.

 

Gerne lade ich nun Alle schweizweit dazu ein, am 3. September den Digitaltag in ihrer Region mitzugestalten und in die vielfältigen digitalen Themenwelten einzutauchen. Sei auch Du Teil der digitalen Bewegung!

 

Dieser Beitrag bildet den Auftakt zu unserer Digitaltag-Serie 2019. Demnächst folgen weitere Vertiefungen. 

 

mm

Author Diana Engetschwiler, digitalswitzerland

Senior Project Manager Public Dialogue & Digital Day

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