Ausbildung, Weiterbildung und Lernen nehmen bei der CSS Versicherung einen wichtigen Stellenwert ein. Im Zuge der Digitalisierung müssen Lernprozesse und Lernformen angepasst und neu umgesetzt werden. Die CSS Versicherung hat darum Grundsätze einer Lernkultur formuliert, die die Basis für lebenslanges Lernen bilden.

Gemäss verschiedener Studien gehen in wenigen Jahren Millionen von Jobs durch Automatisierung verloren. Es wird aber auch prognostiziert, dass im Gegenzug sogar mehr neue Jobs entstehen. Die Automatisierung und die digitale Transformation der Wirtschaft schaffen unter dem Strich wahrscheinlich mehr Jobs als sie eliminieren.

Lebenslanges Lernen – aber wozu?

“I’ve said for years that in our fast paced world, learning is the work.” (Jay Cross 1944 – 2015)

In diesem Kontext besteht das Problem, dass die Qualifikationen der Personen, die einen Job verlieren, oft nicht den Qualifikationen entsprechen, die für neue Jobs erforderlich sind. Es entsteht eine Kompetenzenlücke (= «Skill-Gap»). Diese Lücke zu schliessen, darin besteht die Herausforderung der betrieblichen Bildung (= «Skilling Challenge») – insbesondere da viele dieser neuen Jobs noch gar nicht existieren und es die erforderlichen Kompetenzen erst festzulegen gilt.

Einige Trends und Entwicklungen sind allerding schon heute ersichtlich:

  • Die Selbstverantwortung für das eigene Lernen nimmt zu. Lernexperten und -expertinnen haben hier die Möglichkeit, neue Unterstützungsangebote aufzubauen und das selbstverantwortliche Lernen zu fördern.
  • Künstliche Intelligenz wird dazu führen,dass Lernangebote personalisierter und bedürfnisgerechter zusammengestellt werden können. Lernende werden durch «Activity Managers» und «Lernbots» durch ihren Lernprozess begleitet. Lernexperten und -expertinnen haben hier die Aufgabe, massge- schneiderte Beratungsangebote aufzubauen und als Lerncoaches erfolgreiches Lernen zu begleiten.
  • Die Zunahme an neuen digitalen Lernformaten – vor allem im visuellen Bereich (Video Learning, Virtual Reality, Augmented Reality) – ermöglichen die Entwicklung von Lernangeboten. Von Lernexperten und -expertinnen wird erwartet, dass sie diese neuen Formate kennen und sie didaktisch-methodisch adäquat gestalten und einsetzen können. Dies erfordert eine Reihe neuer digitaler Kompetenzen, die geschult und vor allem ganz praktisch durch Selbstanwendung eingeübt werden müssen.
  • Mehr Lerndaten führen dazu, dass Lernen sichtbarer wird. Mit Learning Analytics wird es möglich, Lernspuren aufzuzeichnen und für individuelle Lernempfehlungen zu nutzen. Lernexperten und -expertinnen haben hier die Möglichkeit, aus den Daten Lerngeschichten zu entwickeln und diese in die internen und externen Kommunikationsnetzwerke eines Unternehmens zurückzuspielen.
  • Generell ist im digitalen Lernbereich mehr Experimentierbereitschaft gefragt, um innovatives Potenzial zu erschliessen. Design Thinking, Maker education und Co-Working-Spaces bieten hierzu neue Möglichkeiten.

Vom Lernen zum Selbstlernen

Für die CSS ist Lebenslanges Lernen ein zentrales Thema. Der Leitsatz der neuen CSS Lernkultur lautet:

«Kompetente Mitarbeitende und ein wettbewerbsfähiges Unternehmen aufgrund von zukunftsorientierten Lernangeboten und selbstverantwortlichem Lernen.»

Ausbildung und Weiterbildung werden zu den zentralen strategischen Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit (Competitiveness) eines Unternehmens und der Marktfähigkeit (Employability) seiner Mitarbeitenden.

Die Digitale Transformation führt im Bereich Personalentwicklung zu einer Verlagerung von Führung und Lernen zu Selbstführung und Selbstlernen. Mitarbeitenden erhalten neue Lernmöglichkeiten und -formen, um sich selber weiterzubilden. Damit dies nachhaltig und erfolgreich gelingt, möchte die CSS eine (digitale) Selbst-Lernkultur etablieren und fördern:

  • Aus- und Weiterbildungsangebote leiten sich aus den Bedürfnissen der Mitarbeitenden, den Anforderungen der Konzernleitung, den Konzernbereichen sowie des Marktumfeldes ab.
  • Mitarbeitende lernen und entwickeln sich am besten, wenn sie selbstbestimmt wählen können.
  • Online-Lernen und Präsenzlernen werden so kombiniert, dass sie den Lernprozess optimal unterstützen.
  • Es werden interaktive, kollaborative und kommunikative Lernformate eingesetzt, um die Vernetzung und den Wissensaustausch zwischen den Mitarbeitenden zu fördern.

Grundsätze der CSS Lernkultur

Abbildung: Die Komponenten der CSS Lernkultur (© CSS 2019)

 

Um Lebenslanges Lernen in der CSS konkret umzusetzen, wurden 12 Grundsätze entwickelt, die die Basis der Lernkultur bilden werden:

  • Grundsatz 1: Lernstrategie folgt der Unternehmensstrategie
  • Grundsatz 2: Von der Ausbildungsstelle zum Entwicklungspartner
  • Grundsatz 3: Selbstverantwortliches Lernen steht im Vordergrund
  • Grundsatz 4: Gemeinsam statt einsam (Förderung des sozialen, kollaborativen Lernens)
  • Grundsatz 5: Vielfältige Lernformen einsetzen
  • Grundsatz 6: Lerninhalte erstellen, einkaufen, bestellen
  • Grundsatz 7: Aktuelle Themen aufgreifen als Veranstaltungen anbieten
  • Grundsatz 8: Lernen sichtbar machen
  • Grundsatz 9: Lernen und «New Work» verbinden
  • Grundsatz 10: Künstliche Intelligenz und persönliche Lernbegleiter
  • Grundsatz 11: Mobil lernen – Mobile First Ansatz umsetzen
  • Grundsatz 12: Toolstrategie folgt der Lernstrategie

Mit dieser Lernkultur will die CSS Gruppe ihre führende Stellung bezüglich Ausbildung im eigenen Betrieb, aber auch in der Krankenversicherungsbranche weiter ausbauen und Lebenslanges Lernen fördern.

In den letzten zwei Jahren hat die CSS bereits einiges umgesetzt:

  • die klassische Ausbildung von neuen Mitarbeitenden wurde zu einer Fachausbildung Digital transformiert
  • Lehrgänge finden vermehrt als Blended Learning Angebote statt
  • die Lernexperten und -expertinnen der CSS sind bezüglich neuer digitaler Kompetenzen geschult worden
  • um das Unternehmenswissen zu vertiefen und spielerisch zu testen wurde die Lernapp Elever einfgeführt

Im nächsten Jahr führt die CSS zudem eine neue Lernplattform ein, die den Fokus auf Selbstlernangebote sowie soziales und spielerisches Lernen setzt und dadurch Lebenslanges Lernen fördert.

Auf geht‘s

Die CSS setzt mit ihrer Lernkultur auf neue Lernformen – beim digitalen, wie auch beim Präsenzlernen. Die zwölf Grundsätze sind die Grundlage, um auch in Zukunft die richtigen Lernangebote bereitzustellen, um als Unternehmen und als Mitarbeitende wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Eigenverantwortung für den Lernfortschritt steht im Mittelpunkt und wird mit aktuellen Lerninhalten, einer modernen Lerninfrastruktur und verschiedenen Begleitmassnahmen untersützt.

Die CSS begrüsst die Kampagne von Digital Switzerland zu Lebenslangem Lernen und freut sich bereits darauf, sich mit Fachleuten und Interessierten zu diesem Thema auszutauschen.

CSS Gruppe – Warum wir teilnehmen – #SwissDigitalDay

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