Endlich war es so weit! Lange haben wir auf diesen Tag hingearbeitet: Bereits zum dritten Mal in Folge fand letzte Woche schweizweit der Digitaltag statt. Ich dufte diesen nun zum zweiten Mal durchführen. Wenn man wie ich so intensiv in die Organisation involviert ist, herrscht selbst einige Tage nach dem Ereignis noch stets anhaltende Freude über den gelungenen Anlass. Dazu gesellt sich auch eine Portion Erleichterung und Wehmut. Für die Vorbereitungen hatten wir nur neun Monate Zeit – und das für einen der grössten Anlässe der Schweiz: Seit Monaten arbeiteten wir unermüdlich und engagiert daran, die Veranstaltung zum Erfolg zu machen und erneut eine Vielzahl an Besuchern einbinden zu können. An über 12 Standorten traf sich die Schweizer Bevölkerung unter dem Motto «digital gemeinsam erleben» in allen Sprachregionen. Es nahmen über 270’000 Besucher am Digitaltag teil. Das abwechslungsreiche Programm bot für jeden etwas.

Alles passte dieses Jahr zusammen: die vielen neugierigen Besucher, die an den zahlreichen Ständen ohne Berührungsängste Neues ausprobierten, der vielfältige und meinungsreiche Austausch, der während den Tell-Diskussionsrunden stattfand, die kritischen Fragen der Zuschauer an die Panel-Teilnehmenden und zu guter Letzt, das strahlende Wetter.

Geglückte Tell-Premiere

Die eigens für den Digitaltag entwickelte Veranstaltungsreihe «tell» stellte sich schon in der Vorbereitungsphase als mein und der ehemaligen Projektleitung persönliches Highlight heraus. Wir tüftelten eine Weile daran herum, bis sich ein passendes Format für unser Vorhaben fand, den offenen Dialog rund um die vielfältigen Themen der Digitalisierung gemeinsam mit der Bevölkerung anzuregen und voranzutreiben – dies mit so vielen Teilnehmenden wie möglich. Die neue Plattform bot die Gelegenheit, den herbeigesehnten Gedankenaustausch mit der Bevölkerung in die Tat umzusetzen. Unsere Erwartungen wurden in jeder Hinsicht übertroffen. Über 1000 TeilnehmerInnen meldeten sich eifrig zu Wort. Obwohl ich leider nicht live bei diesen Gesprächen vor Ort dabei sein konnte, wurde ich zeitnah über deren Entwicklungen informiert und die dazugehörigen Bilder und Aufnahmen lösten sofortige Begeisterung aus. Da ich mich vormittags in Bern befand, lies ich es mir nicht nehmen und schaute noch schnell im Generationenhaus vorbei. Im lauschigen Innenhof herrschte bereits vor der tell-Runde zum Thema «Wie verändert Digitalisierung das Leben» eine tolle Stimmung. Landesweit fanden die insgesamt 20 tells über den ganzen Tag verteilt bis spät abends statt, sodass auch Personen, die im Arbeitsalltag eingebunden waren, daran teilnehmen konnten. Die bisherigen Rückmeldungen bestärken uns enorm in unserem Unterfangen, den Menschen im digitalen Wandel Gehör zu verschaffen. Wir freuen uns jetzt schon auf die Auswertungen und die nächsten tell-Veranstaltungen.

Startschuss am Bahnhofplatz in Bern

Die offizielle Eröffnungsfeier fand dieses Jahr im Herzen der Schweiz statt und war wie an vielen anderen Digitaltag-Standorten Treffpunkt für Jung und Alt. Einige trafen bereits vor den Reden auf dem Bahnhofsplatz ein und warteten gespannt auf das Bühnenprogramm. Spätestens bei der musikalischen Einlage und dem Auftritt des Bundespräsidenten Ueli Maurer blieben immer mehr Passanten stehen. Es war spannend, Teil dieser surrenden Zuschauermenge zu sein. Schon hier wurde fleissig zugehört, gelernt und diskutiert.

Besucherzahlen in allen Landesteilen erfreulich

Unsere Aktivitäten-Landkarte präsentierte sich als bunte Mischung: In St. Gallen eröffnete am Digitaltag die #smarhalle, in der Ausstellungen, Referate, Workshops und Podiumsdiskussionen zum Thema Smart City die Besucher erwarteten. Dieses einzigartige Projekt dauert noch bis am 23. November 2019. Das Angebot reicht unter anderem von Robotergymnastik, einer Kamera, die Geschlecht und Alter (samt Gewährleistung des Datenschutzes) der Passanten bestimmt, bis hin zu Sharing-Angeboten unter dem Motto «Teilen und erleben, statt besitzen». In Lausanne wurden gegen den Abend diverse tells in trendigen Cafés veranstaltet. Die Themen Medien, Mobilität, Cyber-Hygiene, Gaming und Smart City waren gut besucht. Chur bestach durch praktische Anwendungen, wie der Erstellung eines Patientendossiers, dem Umgang mit Gefahren im Netz oder mit spielerischen Anwendungen für Kinder und Jugendliche. Auf der Piazza Riforma in Lugano erwartete die Besucher eine umfangreiche Expo mit vielen Ständen. Dort fand die FabFaire, eine Art Mini-Messe inmitten der Stadt, grossen Anklang. Die Expo mit ihren unzähligen Ständen bot im Zürcher Hauptbahnhof ebenfalls ein abwechslungsreiches Programm. Trotz schönem Wetter war der Ansturm in der Bahnhofshalle gross. Auch die Bühnenshow und die Talk-Runden zogen viele Zuschauer an. Der Kurzfilm «Child of the Earth» des Regisseurs Claudio Fäh berührte uns alle sehr. In Biel waren nebst der spannenden Expo die kollaborativen Cobot-Roboter, die durch die Zusammenarbeit die Effizienz der Menschen steigern, live zu erleben. Die Basler Kantonspolizei unterstütze die Besucher an ihrem Stand mit fünf Schritten zur digitalen Sicherheit, um Daten und Geräte zu schützen. In Genf fanden wie in Lausanne einige tells statt, die mit grossem Interesse verfolgt wurden. Das Kino Rex in Thun eignete sich hervorragend als Austragungsort. Der dort installierte Marktplatz hatte allerhand zu bieten: Cyberschutz, Sport und Zahlungsmittel waren nur einige der vielen Themen, die vorgestellt wurden. In Yverdon-les-Bains kam auch der Spass nicht zu kurz: der Amalgame Club lud zum Tanzvergnügen der etwas anderen Art ein. Vaduz hatte sich dem Thema Smart verschrieben: Smart Tourismus, Smart Bildung, Smart Country, Smart Verkehrt und Smart Kultur. Dies stellt nur einen Auszug des umfassenden Gesamtprogramms dar. Hier einige Highlights und Impressionen zum Digitaltag.

Digitaltag 2020

Unterdessen beschäftigt mich gleichsam die Nachbereitung des diesjährigen Digitaltags und die Planung des nächsten Digitaltags 2020. Nach einer kurzen Verschnaufpause gehen wir somit schon bald in die nächste Digitaltag-Vorbereitungsrunde.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Beteiligten sehr herzlich bedanken, angefangen bei den Besuchern, unseren Partnern, meinem Team und allen anderen Mitwirkenden, die uns tatkräftig unterstützt haben! Nun bleibt einzig der Aufruf, euch den 3. November 2020 in eurem Kalender vorzumerken, denn dann findet der nächste Digitaltag statt. 

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Author Diana Engetschwiler, digitalswitzerland

Senior Project Manager Public Dialogue & Digital Day

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