Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, die Innovationskraft der Schweiz erheblich zu stärken. Laut einer neuen Studie, die von digitalswitzerland und Google in Auftrag gegeben wurde, könnte allein der Einsatz von KI im Innovationsbereich einen zusätzlichen wirtschaftlichen Mehrwert von bis zu 15 Milliarden Franken generieren.
KI entwickelt sich zunehmend zu einer Kerntechnologie für Innovationen. Sie ermöglicht es Unternehmen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die Produktivität zu steigern und die wissenschaftliche Forschung zu beschleunigen. Für die Schweiz stellt sich nicht mehr die Frage, ob KI Innovationen prägen wird, sondern wie schnell und effektiv sie in der gesamten Wirtschaft integriert werden kann, um die globale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
Diese Erkenntnisse stammen aus der Studie „Accelerating innovation with AI in Switzerland”, die von Google und digitalswitzerland in Auftrag gegeben und von der Implement Consulting Group durchgeführt wurde. Aufbauend auf der Analyse aus dem letzten Jahr, die schätzte, dass die Einführung von KI das BIP der Schweiz in den nächsten zehn Jahren um 11 Prozent (80–85 Milliarden CHF) steigern könnte, untersucht die Studie, wie KI Innovationen weiter beschleunigen kann. Außerdem werden strategische KI-Initiativen hervorgehoben, die die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz und Europas stärken können.
Die Studie identifiziert Chancen in drei Schlüsselbereichen:
Als grundlegende Technologie verändert KI die Forschung und Entwicklung. Die Integration von KI in F&E-Prozesse könnte der Schweiz erhebliche Wachstumsimpulse verleihen. Bis 2034 könnten KI-gesteuerte Innovationen jährlich rund 15 Milliarden Franken beitragen, die Qualität der Lösungen verdoppeln und gleichzeitig die Effizienz um 10 bis 20 Prozent steigern. Obwohl Europa derzeit in der F&E-Leistung hinter den Vereinigten Staaten zurückliegt, bietet KI eine konkrete Möglichkeit, diese Lücke zu schliessen.
Der weltweite KI-Markt wird voraussichtlich um 25 Prozent pro Jahr wachsen und bis 2034 einen Wert von rund 3,4 Billionen Euro erreichen. Für die Schweiz liegt das grösste Potenzial eher in KI-basierten Anwendungen und Dienstleistungen als in gross angelegten Grundlagenmodellen. Dies passt gut zu den Stärken des Landes in den Bereichen angewandte Forschung, Talente und ein kollaboratives Innovationsökosystem.
Innovative Digitalunternehmen spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung von KI-Technologien in marktreife Lösungen. Die Schweiz gilt innerhalb der OECD als Vorreiterin bei der Skalierung und Förderung innovativer Unternehmen und bietet damit eine solide Grundlage für den wettbewerbsfähigen und verantwortungsvollen kommerziellen Einsatz von KI. Diese Position macht die Schweiz zu einem Vorbild für andere Volkswirtschaften, die technologische Innovationen in nachhaltige Wertschöpfung umsetzen wollen.
Insgesamt zeigt die Studie, dass das Innovationspotenzial der Schweiz im Bereich KI durch den effektiven und verantwortungsvollen Einsatz generativer KI eine Wertschöpfung von 80 bis 85 Milliarden Franken erschließen könnte.