Jahresbericht 2024

Jahresbericht 2024

2024 war für digitalswitzerland ein Jahr des Wandels. Durch die Fusion der Stiftung und des Vereins können wir unseren Einfluss weiter stärken und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Sektoren verbessern.

Vorwort

2024 war für digitalswitzerland ein Jahr des Wandels. Durch die Fusion der Stiftung und des Vereins können wir unseren Einfluss weiter stärken und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Sektoren verbessern. Mit einer neuen Führungsspitze, bestehend aus CEO Franziska Barmettler und Präsident Andreas Meyer, tritt digitalswitzerland in die nächste Phase seiner strategischen Entwicklung ein.

Auf ihrem Weg zu einer führenden digitalen Nation hat die Schweiz ihre Position als eine der wettbewerbsfähigsten digitalen Volkswirtschaften der Welt gefestigt. Im IMD World Digital Competitiveness Ranking 2024 belegte die Schweiz weltweit den 2. Platz und untermauerte damit ihre Stärke in den Bereichen Innovation, Wissenstransfer und technologischer Fortschritt.

Durch die Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Wissenschaft, Regierung und Zivilgesellschaft haben wir daran gearbeitet, eine solide Grundlage für digitales Vertrauen, verantwortungsvolle Regierungsführung und technologische Exzellenz zu schaffen, um sicherzustellen, dass die digitale Zukunft allen zugute kommt.

Stärkung des Vertrauens in die digitale Transformation

Verantwortungsvolle digitale Infrastruktur und Regulierung

Im vergangenen Jahr gab es wichtige Entwicklungen in der digitalen Infrastruktur der Schweiz. Die erfolgreiche Verabschiedung des E-ID-Gesetzes war ein Meilenstein für die Schaffung eines vertrauenswürdigen Ökosystems für digitale Identitäten. digitalswitzerland hat sich aktiv an den Diskussionen beteiligt, Änderungsanträge eingebracht und sich für einen nutzerorientierten, sicheren Ansatz für digitale Identitäten eingesetzt.

Wir haben auch unser Engagement im Bereich der KI-Regulierung und Rahmenbedingungen für digitales Vertrauen vertieft. Unsere KI-Arbeitsgruppen und unser Engagement beim Weltwirtschaftsforum (WEF) und in nationalen Foren haben dazu beigetragen, wichtige Diskussionen über KI-Governance, Ethik und Transparenz anzustoßen. Ein Strategiepapier zur KI-Regulierung für 2025 befindet sich derzeit in Arbeit. Die Einführung unserer KI-Schulungsplattform unterstreicht unser Engagement für die Förderung von KI-Kompetenz und verantwortungsbewusstem Einsatz.

An der Schnittstelle zwischen Daten-Governance und digitaler Souveränität haben wir gemeinsam mit der Swiss Data Alliance das Swiss Data Space Forum ins Leben gerufen. Damit haben wir eine Plattform für den Dialog geschaffen, wie die Schweiz Daten verantwortungsvoll nutzen und gleichzeitig ihre Selbstbestimmung in einer vernetzten digitalen Welt gewährleisten kann.

Cybersicherheit und digitale Widerstandsfähigkeit

Cybersicherheit bleibt eine grundlegende Säule des digitalen Vertrauens. Im Jahr 2024 wurde unser nationaler Cybersicherheitsausschuss um mehr als 40 führende Experten erweitert, die sich für die Stärkung der Cyberresilienz der Schweiz einsetzen. Unsere in den Medien viel zitierte Cyber-Studie 2024 unterstreicht die Dringlichkeit proaktiver Sicherheitsmaßnahmen für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.

Durch nationale und internationale Zusammenarbeit, darunter unsere Teilnahme an der Global Cyber Conference, setzen wir uns weiterhin für eine vorausschauende Cybersicherheitspolitik ein, die die digitale Landschaft der Schweiz schützt.

Digitale Gesundheit: Aufbau eines vertrauenswürdigen Ökosystems

Die Integration digitaler Lösungen im Gesundheitswesen erfordert ein hohes Maß an Vertrauen und Koordination. In diesem Jahr hat digitalswitzerland seine Arbeit zum Thema Elektronische Patientenakte (EPR) vertieft und sich für eine verbesserte Akzeptanz und Benutzerfreundlichkeit eingesetzt. Unsere Digital Health Academy unterstützte KI-gesteuerte Scale-ups im Gesundheitswesen und stellte sicher, dass Innovationen mit ethischen Überlegungen und Patientenrechten im Einklang stehen.

Darüber hinaus haben wir die Studie Das Schweizer Gesundheitswesen: Aufbruch in eine neue digitale Ära veröffentlicht, die die sich wandelnde Rolle der Digitalisierung im Gesundheitswesen beleuchtet.

Durch den kontinuierlichen Dialog mit politischen Entscheidungsträgern und Akteuren im Gesundheitswesen haben wir dazu beigetragen, die Position der Schweiz als führendes Land im Bereich digitale Gesundheitspolitik und verantwortungsvoller Umgang mit Daten zu stärken.

Zusammenarbeit für mehr Wirkung

Einbeziehung verschiedener Interessengruppen

Eine unserer größten Stärken ist nach wie vor unsere Fähigkeit, unterschiedliche Interessengruppen zusammenzubringen. Im Jahr 2024 haben wir wichtige sektorübergreifende Kooperationen ermöglicht, darunter:

Ausbau des regionalen Engagements

Da wir uns der Bedeutung regionaler Zusammenarbeit bewusst sind, haben wir unser Engagement in der ganzen Schweiz verstärkt. Veranstaltungen wie AI in Action beim Filmfestival Locarno und das Digital Competitiveness Forum in Lausanne zeigten die Rolle der Schweiz als Drehscheibe für digitale Innovation.

Im digitalswitzerland Village in Davos haben wir Vordenker, politische Entscheidungsträger und Branchenexperten zusammengebracht, um die Rolle der Digitalisierung bei der Gestaltung der globalen Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz zu diskutieren.

Auf internationaler Ebene wurde digitalswitzerland zu hochrangigen Diskussionen eingeladen, darunter ein vom WEF organisierter Workshop zum Kapazitätsaufbau im Bereich „Digital Talent Mobility“ sowie Branchenpanels zu den Themen KI, Nachhaltigkeit und Governance.

Die Schweiz für eine KI- und datengesteuerte Zukunft stärken

Digitale Kompetenz und Weiterqualifizierung der Arbeitskräfte

Eine unserer wichtigsten Prioritäten ist es, die Schweiz auf eine KI-gesteuerte Wirtschaft vorzubereiten. Im Jahr 2024 haben wir mehrere Initiativen ins Leben gerufen, um KI-Kompetenz, die Weiterbildung der Arbeitskräfte und digitale Kompetenz zu fördern:

eNachhaltigkeit und digitale Lösungen für den Klimaschutz

Technologie spielt eine entscheidende Rolle für die Nachhaltigkeit. Unsere Studie Smart & Green – Digital Pathways to Net Zero hat aufgezeigt, wie die Digitalisierung dazu beitragen kann, in der Schweiz 1,2 bis 3,2 Millionen Tonnen CO2 einzusparen.

Darüber hinaus hat das WISER-Projekt seine Arbeit zur Standardisierung der Treibhausgasberichterstattung fortgesetzt und damit die Führungsrolle der Schweiz im Bereich digitaler Nachhaltigkeitslösungen gestärkt.

Ausblick auf das Jahr 2025

Unser Schwerpunkt wird auf der Stärkung des Vertrauens in digitale Ökosysteme, der Verbesserung der digitalen Kompetenz und der Förderung verantwortungsvoller Innovationen liegen. Zu den wichtigsten Prioritäten gehören:

Gemeinsam mit unseren vielfältigen Mitgliedern wird unser Team auch weiterhin eine digitale Zukunft gestalten, die innovativ und inklusiv ist und auf Vertrauen basiert. Vielen Dank für Ihre anhaltende Unterstützung.