An diesem Scheideweg zwischen Innovation und Fortschritt wird immer deutlicher, dass das Zusammenspiel von Bildung, qualifizierten Arbeitskräften und Vielfalt den Erfolg von Unternehmen in Zukunft prägen wird. Am 16. Januar haben wir im digitalswitzerland Village während des Weltwirtschaftsforums in Davos Experten aus den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Politik zusammengebracht, um praktische Strategien und innovative Ansätze zu erörtern, mit denen das volle Potenzial unserer Bevölkerung ausgeschöpft und die Lücke an technischen Fachkräften in der Schweiz geschlossen werden kann.
Barrieren überwindenDie Talentlücke schließen: Frauen in der Tech-Branche als beste Lösung für den Fachkräftemangel.
„Barrieren überwinden“ ist nicht nur ein Schlagwort, sondern ein Aufruf zum Handeln in der sich schnell entwickelnden Technologielandschaft. Angesichts der Herausforderungen durch den zunehmenden Fachkräftemangel in der Schweizer Tech-Branche und der Tatsache, dass nur etwa ein Fünftel der Beschäftigten in diesem Bereich Frauen sind, wird deutlich, dass wir handeln müssen. In einem einzigartigen Workshop mit allen Teilnehmern haben wir gemeinsam mit Dr. Ines Hartmann und Nicole Niedermann vom Kompetenzzentrum für Diversity & Inclusion der Universität St. Gallen sowie Anna Mattsson, Präsidentin von Advance und Partnerin bei McKinsey & Company, nach Wegen gesucht, um die Lücke bei weiblichen Tech-Talenten zu schließen.
Nicole Niedermann, Competence Centre of Diversity & Inclusion, University of St. Gallen (first image). Dr. Ines Hartmann, Competence Centre of Diversity & Inclusion, University of St. Gallen (left) and Anna Mattsson, President of Advance and Partner at McKinsey & Company (right) (second image).
Zu den wichtigsten Maßnahmen, die hervorgehoben wurden, gehören:
Umdenken durch Initiativen zur Förderung eines Mentalitätswandels
Bindung durch Initiativen zur Verringerung der Zahl der Frauen, die ihre Karriere im Technologiebereich aufgeben
Umverteilung durch Initiativen, um mehr Frauen in den Einstellungsprozess zu bringen und diesen zu durchlaufen
Ausbau durch Initiativen zur Förderung des Nachwuchses
Lernen gestaltenTauchen Sie ein in die Zukunft des Lernens und erfahren Sie mehr über den transformativen Einfluss digitaler Innovationen im Bildungswesen.
Nachdem wir uns mit dem Thema „Mehr Frauen in der Tech-Branche“ befasst hatten, widmeten wir uns der Frage, wie Technologie unsere Lernweise prägt und neue Möglichkeiten eröffnet, beispielsweise durch eine individuellere Lernerfahrung für alle. In einer aufschlussreichen Impulsrede betonte Jean-Marc Tassetto, strategischer Berater EMEA bei Go1 und Mitbegründer von coorpacademy, wie wichtig es ist, Lernerfahrungen mit Blick auf den Endnutzer zu gestalten. Diese Lernerfahrungen sind nicht optional, denn bis 2027 könnten fast 100 Millionen Arbeitsplätze entstehen, die besser auf die Arbeitsteilung zwischen Menschen, Maschinen und Algorithmen zugeschnitten sind.
Anat Bar-Gera, Prof. Dr. Joël Mesot, Jean-Marc Tassetto, Dr. Luciana Vaccaro, Prof. Dr. Misiek Piskorski (from left to right).
In einer spannenden Podiumsdiskussion, moderiert von Prof. Dr. Misiek Piskorski (Dekan IMD Asien und Ozeanien), und mit unseren Experten Anat Bar-Gera (Tech-Investorin und Vorstandsmitglied), Prof. Dr. Joël Mesot (Präsident ETH Zürich), Dr. Luciana Vaccaro (Präsidentin swissuniversities und Rektorin HES-SO) und Jean-Marc Tassetto wurde deutlich, dass wir uns in einer Situation befinden, in der eine Weiterqualifizierung dringend erforderlich ist und neue, weichere Kompetenzen unerlässlich werden. Universitäten und Unternehmen spielen eine entscheidende Rolle dabei, Menschen zu ermöglichen, mit modernsten, personalisierten Lernerfahrungen auf dem neuesten Stand zu bleiben, indem sie die Möglichkeiten der Technologie nutzen und gleichzeitig Fähigkeiten einbeziehen, die am besten durch persönliche Interaktion erlernt werden, wie Zusammenarbeit, Initiative, Empathie und mehr.
Arbeit neu denkenEntdecken Sie die Kraft der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Technologie mit unternehmerischer Weitsicht und einem menschenzentrierten Ansatz.
Um für die Zukunft der Arbeit gerüstet zu sein, ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Menschen über die entsprechenden Fähigkeiten verfügen. Im Zeitalter der digitalen Transformation unterliegt die Arbeitswelt beispiellosen Veränderungen. In einer aufschlussreichen Impulsrede betonte Martin Wezowski, Chief Futurist bei SAP, wie wichtig es ist, zu lernen, wie man „surft“ und seiner persönlichen Vision folgt, da wir uns dem Wandel anpassen müssen und viele Berufe, die es 2030 geben wird, noch nicht einmal erfunden sind.
Martin Wezowski, Chief Futurist, SAP.
Im Anschluss an die Impulsrede vertieften wir uns in die Diskussion mit unseren fantastischen Gästen Jolanda Grob (Chief People Officer, Zurich), Catrin Hinkel (CEO, Microsoft Schweiz), Prof. Dr. Martin Vetterli (Präsident, EPFL), Martin Wezowski und unserem Moderator Prof. Dr. Misiek Piskorski (Dekan, IMD Asien und Ozeanien). Es wurde deutlich, dass es von größter Bedeutung ist, den Menschen und lebenslanges bzw. kontinuierliches Lernen in den Vordergrund zu stellen, da 50 % der Beschäftigten in den nächsten Jahren umgeschult werden müssen. Betrachtet man Innovation unter dem Gesichtspunkt der Kreativität, wird klar, dass sie zunehmend durch die Zusammenarbeit von Mensch und Technologie entsteht.
Prof. Dr. Martin Vetterli, Jolanda Grob, Catrin Hinkel, Martin Wezowski, Prof. Dr. Misiek Piskorsk (from left to right).
Möchten Sie mehr erfahren und sich daran beteiligen, den Fachkräftemangel im Technologiebereich zu verringern und sicherzustellen, dass die Schweiz in Bezug auf Bildung, qualifizierte Arbeitskräfte und Vielfalt auf dem richtigen Weg ist? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und erfahren Sie hier mehr über unsere Arbeit.