Jahresbericht 2021

Jahresbericht 2021

Das Jahr 2022 markierte einen Wendepunkt für digitalswitzerland: Mit einer überarbeiteten Strategie und einer neuen Führung wurde der Fokus stärker auf die Wirkung in Schlüsselbereichen wie Bildung, Cybersicherheit und E-Health gelegt. Im Rahmen der Strategie 2025 vertiefte die Organisation die Zusammenarbeit, stärkte Regionen und KMU und verstärkte ihre Bemühungen, die digitale Landschaft der Schweiz zukunftssicher zu machen. Mit neuen Partnerschaften, Initiativen und öffentlichem Engagement gestaltet digitalswitzerland eine digitale Nation für alle.

Ausblick für 2022

Die große Entwicklung

Das Jahr 2022 markiert eine wichtige Phase für digitalswitzerland, in der die Strategie weiter verfeinert und eine neue Ausrichtung festgelegt wird. Die Ernennung des neuen Geschäftsführers Stefan Metzger im Januar 2022 unterstreicht den Übergang zu einer stärkeren Fokussierung auf die Wirkung mit sechs vorrangigen Aktivitäten, um die Schweiz zu einer der führenden Digitalnationen der Welt zu machen. digitalswitzerland hat es sich zur Aufgabe gemacht, die digitale Transformation der Schweiz als führenden und fruchtbaren Nährboden für digitale Innovationen zu unterstützen.

„Zeiten des Wandels schaffen neue Chancen. Und es besteht kein Zweifel daran, dass digitalswitzerland mit jedem Jahr eine spannende Entwicklung durchläuft. Ich blicke mit Begeisterung und Optimismus auf die nächsten zwölf Monate. Als Team und als Nation haben wir in letzter Zeit viele Herausforderungen gemeistert. Die anhaltenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und die rasante Digitalisierung haben eine „neue Normalität“ geschaffen, die unser Leben prägt. Unsere Strategie umfasst Ambiguität und nutzt diese zu unserem Vorteil. Sie ermöglicht Flexibilität und Freiheit, während wir uns gleichzeitig weiterhin ganz auf unsere Wirkungsbereiche konzentrieren. Wir werden uns der Herausforderung stellen, zu hinterfragen, wie alle Regionen der Schweiz und alle Akteure unserer Gesellschaft eine aktive Rolle bei der Digitalisierung spielen können, um auch in Zukunft Wohlstand und Erfolg zu sichern.»

— Stefan Metzger, Geschäftsführer digitalswitzerland

Die Weiterentwicklung der Strategie, bekannt als Strategie 2025, definiert die wichtigsten Erfolgsfaktoren, die eine digitale Nation ausmachen. Diese werden von digitalswitzerland und anderen wichtigen Akteuren nachdrücklich gefördert. Die Prioritäten von digitalswitzerland für 2022 konzentrieren sich auf die folgenden Schlüsselbereiche: Bildung, Cybersicherheit, E-Health, E-Nachhaltigkeit, Stärkung von Regionen und KMU sowie Cloud-Verfügbarkeit und Infrastruktur. Wir konzentrieren uns darauf, diese wichtigen Themen zu ermöglichen, die Zusammenarbeit zu fördern und ein einheitliches Denken zu orchestrieren.

Rückblick auf das Jahr 2021

Mitglieder & Partner

Die Fusion zwischen digitalswitzerland und ICT-Switzerland, die am 1. Januar 2021 in Kraft trat, führte zu einer Aufteilung der Verbandsmitglieder und politisch neutralen Stiftungspartner. Die Mitglieder des Verbands spielen eine aktive Rolle bei der Umsetzung der Projekte von digitalswitzerland – einschließlich politischer Projekte. Die digitalswitzerland-Stiftung bietet ein offenes und unabhängiges Forum für neutrale Debatten rund um den digitalen Wandel.

An unserer Jahresversammlung vom 27. Mai 2021 wurde Sascha Zahnd zum neuen Präsidenten von digitalswitzerland gewählt. Er tritt die Nachfolge von Ivo Furrer an, der nach drei Jahren im Amt zurückgetreten ist.

„KMU sind ein wesentlicher Bestandteil der einzigartigen Wirtschaft der Schweiz. Sie machen über 99 % der Unternehmen aus und schaffen zwei Drittel der Arbeitsplätze in unserem Land. Wir müssen dafür sorgen, dass KMU für die digitale Zukunft gerüstet sind. Digitale Kompetenz und die Möglichkeit, neue Fähigkeiten und Kompetenzen zu erwerben, die sich über alle Regionen des Landes verteilen, werden dazu beitragen, Wachstum und zukünftigen Erfolg zu fördern. Die Digitalisierung erweitert weiterhin die Grenzen des Möglichen für jede Nation. Die Schweiz muss sich dieser Herausforderung stellen und weiterhin innovativ sein, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Unsere Strategie für 2025 basiert darauf, die Stärken unserer Regionen und KMU zu mobilisieren, die durch die Digitalisierung auf die nächste Stufe gehoben werden können. Wir müssen jetzt handeln.“

— Sascha Zahnd, Präsident digitalswitzerland

Bildung und qualifizierte Arbeitskräfte

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist Bildung die wichtigste Ressource der Schweiz. In den letzten zwölf Monaten haben sich das Team, unsere Unterstützer und unser Netzwerk gemeinsam den Herausforderungen gestellt, denen das Schweizer Bildungssystem in allen Altersgruppen gegenübersteht. Wir setzen uns weiterhin für lebenslanges Lernen und neue Kompetenzen ein, fördern die Vielfalt in der Arbeitswelt und schaffen flexible Bildungswege.

Produktion von digitalwitzerland im Jahr 2021

Die Partnerschaft mit dem Verband ICT-Berufsbildung Schweiz, der sich aktiv gegen den Fachkräftemangel im IT-Bereich in der Schweiz einsetzt, stand auch 2021 weiterhin im Vordergrund. Gemeinsam gestalten wir die IT-Berufsausbildung in der Schweiz für kompetente IT-Fachkräfte.

Das Streben nach Ausgewogenheit

Was Aktivitäten im MINT-Bereich angeht, setzen wir uns voll und ganz dafür ein, die Leistungen von Frauen in diesem Bereich zu verbessern. Dieses Thema erfordert dringend Aufmerksamkeit. Im internationalen Vergleich hat die Schweiz einen der niedrigsten Prozentsätze an Frauen, die einen Abschluss in einem MINT-Fach erwerben. Im Jahr 2017 betrug der Anteil der Frauen an den MINT-Abschlüssen in der Schweiz 22 %. In der OECD hat nur Chile einen noch geringeren Frauenanteil. Der Anteil der Frauen, die in der Schweiz ein MINT-Studium aufnehmen, stieg von 28,2 % im Jahr 2010 auf 31,2 % im Jahr 2019. In diesem Bereich gibt es noch viel zu tun, und bei dieser Wachstumsrate wird es bis 2074 dauern, bis das Geschlechterverhältnis in den MINT-Studiengängen ausgeglichen ist.

Produktion von digitalwitzerland im Jahr 2021

Im Jahr 2021 wurde die im Vorjahr von digitalswitzerland und Pro Juventute im Vorjahr ins Leben gerufene STEM-Kampagne mit Begeisterung fortgesetzt. Ziel der Kampagne ist es, bestehende MINT-Kampagnen und -Aktionen zu bündeln, um das Bewusstsein für die Chancen einer MINT-Berufswahl landesweit deutlich zu schärfen.

Jugend einbinden

Unsere Kampagne „Future Skills“ richtet sich an junge Menschen und stellt inspirierende Vorbilder vor, die sich für eine Karriere im MINT-Bereich entschieden haben. Lernen Sie unsere 12 Vorbilder in unserer speziellen Playlist auf YouTube kennen. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, müssen wir die jüngeren Generationen mobilisieren und ihnen die Vorteile und Chancen von MINT-Berufen effektiv vermitteln. 80 % der Beschäftigten im IKT-Bereich kommen aus IKT-Ausbildungsberufen, was den prognostizierten Fachkräftemangel deutlich macht.

Diese Kampagne hat zum Ziel, MINT als wichtigen Teil der Lösung für die spannenden und dringenden Herausforderungen unserer Welt zu fördern. Wir haben die letzten 12 Monate auch genutzt, um über verschiedene Kanäle junge Menschen und neue Zielgruppen zu erreichen. Unsere Kampagne „Future Skills” erzielte insgesamt mehr als 10.000 Aufrufe auf YouTube, TikTok und Instagram.

Das Boost-Programm

Die Zukunft hängt davon ab, wie wir sie gestalten. Um die digitale Welt proaktiv mitzugestalten, müssen wir jedoch in die digitale Kompetenz unserer Gesellschaft und die Bildung der nächsten Generation investieren, um mündige Bürger im digitalen Zeitalter hervorzubringen. Es mangelt an Investitionen in lebenslanges Lernen: In der Schweiz werden nur 0,8 % der Personalkosten und 0,8 % der Arbeitszeit für lebenslanges Lernen aufgewendet.

Produktion von digitalwitzerland im Jahr 2021

Seit Mai 2021 unterstützt das Boost-Programm zum zweiten Mal die digitale Weiterbildung von Mitarbeitenden in der Schweiz. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den am wenigsten qualifizierten Mitarbeitenden und der Förderung grundlegender digitaler Kompetenzen. Das Programm wird von digitalswitzerland und UBS geleitet und steht KMU, Grossunternehmen und Selbstständigen mit Sitz in der Schweiz offen.

Lebenslanges Lernen bietet der Schweiz die Möglichkeit, wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine erfolgreiche Umschulung führt in der Regel zu Produktivitätssteigerungen von 6 bis 12 % und ist ein echter Motor für langfristigen Erfolg. In der Ausgabe 2021-2022 wurden beeindruckende 131 Personen in das Boost-Programm aufgenommen. Wir sind stolz darauf, dass seit dem Start im Jahr 2020 bereits 243 Personen von der digitalen Weiterbildung profitiert haben.

Jeder Einzelne nimmt etwas anderes mit, was die Schulung und die Erfahrungsberichte von Reto Sidler und Johanny Pestalozzi bringen das einzigartige Engagement jedes Kandidaten für seine digitale Zukunft zum Ausdruck. Seit Mai 2021 wurden über 80'000 CHF für Begünstigte bereitgestellt, und wir freuen uns auf eine noch größere Reichweite und noch mehr Erfolg im Laufe des Jahres.

Kollaborative Innovation

Leap Digital Demo-Tag

Beim jährlichen Leap Digital Demo Day ließen sich die Mitglieder und Partner von digitalswitzerland von den mehr als 15 kollaborativen Innovationsprojekten inspirieren. Wir präsentierten und feierten die bestehenden, florierenden Projekte, die von Mitgliedern innerhalb des Leap-Ökosystems initiiert wurden.

Privacy Icons ging als Sieger aus sechs Mitbewerbern hervor. Ihre innovative Lösung hat einen Schweizer Standard für die Datenverarbeitung auf Basis von Piktogrammen und Bots geschaffen, der eine vereinfachte Nutzung personenbezogener Daten ermöglicht. Mehr als 100 Gäste aus der Schweizer Wirtschaft und Forschung nahmen an der öffentlichen Online-Veranstaltung per Live-Stream teil. Ziel der Zusammenarbeit ist es, dass vielfältige Teams aus verschiedenen Disziplinen und Branchen gemeinsam transversale Herausforderungen mit digitalen, nachhaltigen und klar definierten Innovationsprojekten meistern.

Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung

Im Jahr 2021 veröffentlichten digitalswitzerland und sanu durabilitas ein gemeinsames Whitepaper, in dem untersucht wird, wie digitale Technologien zu einem Schlüsselelement der Kreislaufwirtschaft werden und allen Beteiligten wichtige Vorteile bringen können.

Die Publikation mit dem Titel „Zwei Megatrends für die Schweiz der Zukunft – das Zusammenspiel von Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung“ beleuchtet den Entwicklungsstand innovativer Lösungen, unterstützender politischer Maßnahmen und Rahmenbedingungen in der Schweiz und zeigt auf, welche Produkte in diesem Bereich bereits eine Vorreiterrolle einnehmen.

In dieser Publikation, die zu Veränderungen aufruft, wurden viele erschreckende Fakten beleuchtet, darunter die folgenden: Jedes Jahr gelangen 100 Milliarden Tonnen Materialien in die Weltwirtschaft (Circle Economy, 2021), davon 87 Millionen Tonnen in die Schweizer Wirtschaft (Empa, 2021).

4T-DLT gewinnt an Dynamik

Am 1. August 2021 hat die Schweiz als eines der ersten Länder weltweit gesetzliche Regelungen für die Blockchain-Technologie erlassen. Dies schafft Rechtssicherheit und ermöglicht Innovation und Wachstum. Die Schweiz ist einer der führenden Standorte im Bereich Distributed-Ledger-Technologie (DLT) und Blockchain.

2021 war ein Jahr intensiver Aktivitäten und Meilensteine für die Initiative „4T-DLT“, die aus dem Innovationsprogramm von digitalswitzerland hervorgegangen ist.

Im Laufe des Jahres wurden vier kurze Lehrvideos veröffentlicht, in denen die Eckpfeiler einer vertrauenswürdigen digitalen Dateninfrastruktur in der Schweiz erläutert werden. Unter dem Dach von digitalswitzerland verfolgen die Mitglieder den Ansatz einer föderierten, kollaborativen Innovation mit dem Ziel, die Schweiz als führenden Finanzplatz und globalen Innovationshub für DLT- und FinTech-Projekte zu stärken.

Ein weiteres wichtiges Ziel wurde mit der Veröffentlichung des Whitepapers erreicht: Die vier Elemente des Vertrauens einer zuverlässigen und interoperablen DLT-Infrastruktur. Das 2021 veröffentlichte Whitepaper legt den technischen und rechtlichen Rahmen für den Aufbau einer sicheren, interoperablen, zuverlässigen und vertrauenswürdigen digitalen Infrastruktur fest. Damit soll auch die Grundlage für die künftige Umsetzung von Standards für Produkte und Dienstleistungen geschaffen werden, die für dezentrale Finanzmärkte erforderlich sind.

Kollaborative Innovation | WISER

Im Jahr 2021 bewilligte Innosuisse das WISER-Projekt mit 4,8 Millionen Franken für die nächsten vier Jahre. digitalswitzerland brachte 14 führende Industrie- und Forschungspartner zusammen, um gemeinsam das weltweit grösste Open-Source-Ökosystem für die CO2-Emissionsbilanzierung aus der Schweiz aufzubauen. Dieses Projekt konzentriert sich auf die Ermöglichung der Dekarbonisierung und ist das grösste Projekt von digitalswitzerland seit seiner Gründung. Vor dem Hintergrund des Pariser Klimaabkommens werfen wir einen genaueren Blick auf die ehrgeizigen Netto-Null-Ziele, die sich Schweizer Organisationen gesetzt haben.

Stephanie Tauber Gomez, Innovationsleiterin bei dCH, erklärt in diesem Video die Vision von WISER und wie man Mitglied werden kann. 

„Mit dem Flaggschiffprojekt WISER wollen wir zwei übergreifende Herausforderungen angehen und lösen, die auf dem Weg zu einer klimaneutralen Schweiz berücksichtigt werden müssen: die Vereinfachung der Analyse und des Austauschs von Daten zu Treibhausgasemissionen verschiedener Akteure, um dann effizientere, fundiertere und automatisierte Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels zu ermöglichen.“

— Didier Beloin-Saint-Pierre, wissenschaftlicher Leiter der Empa

Die Initiative zählt private Unternehmen, Städte und Forschungsinstitute zu ihren Partnern, die gemeinsam Anwendungsfälle für die Umsetzung der vorgeschlagenen Lösungen entwickeln werden. 

Öffentlicher Dialog

Digital Days 2021 wird hybrid

An den Digital Days und während der sechswöchigen Vorbereitungsphase interessierten sich mehr als 100'000 Menschen für 700 Veranstaltungen, die sowohl online als auch an über 30 Orten in der ganzen Schweiz stattfanden. Die Digital Days boten den Zuschauern außerdem ein abwechslungsreiches 18-stündiges Livestream-Programm auf zwei Kanälen. Es war für jedes Alter und jedes Interesse etwas dabei.

#HerHACK Von Frauen geleiteter Hackathon

#herHACK – der größte von Frauen geleitete Hackathon der Schweiz – mobilisierte weibliche Intelligenz und Kreativität, um Prototypen und digitale Lösungen für eine nachhaltigere Zukunft zu entwickeln. Über 200 Frauen stellten sich sieben Herausforderungen und brachten sieben Teams in die Endrunde. Ideen und Lösungen sprudelten nur so, sodass am Ende drei Teams feiern konnten: Team Iconics mit einer Lösung für nachhaltige Ernährung, Team Full Snack Developers und Team Watercount.

Digital Economy Award

Beim Digital Economy Award feierten über 1'000 Gäste aus der Digitalbranche, Forschung, Wirtschaft und Politik die digitalen Errungenschaften des Jahres. Die Preisverleihung fand im Rahmen eines Galadinners im Hallenstadion Zürich statt. Bundesrätin Karin Keller-Sutter hielt eine inspirierende Eröffnungsrede und erinnerte die Gäste daran, wie wichtig es ist, unsere digitale Zukunft aktiv mitzugestalten: «Die Digitalisierung muss den Menschen dienen – und nicht umgekehrt.»

Eine 40-köpfige Fachjury wählte die verdienten Gewinner aus. Neben den Auszeichnungen in den Kategorien «Digital Excellence», «Digital Innovation of the Year», «Highest Digital Quality» und «The Next Global Hot Thing» wurden zwei «NextGen Hero»-Gewinner geehrt. Diese inspirierenden Persönlichkeiten unter 25 Jahren spielen eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der digitalen Zukunft der Schweiz.

Cybersicherheit

Sicherheit für KMU im digitalen Raum

Wussten Sie, dass bereits ein Drittel aller Schweizer KMU Opfer eines Cyberangriffs geworden sind? Diese besorgniserregende Statistik macht deutlich, wie dringend notwendig es ist, die Schweizer Bevölkerung über die schwerwiegenden Folgen einer Cyberattacke aufzuklären und sie entsprechend zu unterstützen.

Erfolgreicher Start von CyberSeal

Die direkte Auseinandersetzung mit dieser Herausforderung führte zur erfolgreichen Entwicklung und Einführung des CyberSeal. Es zertifiziert IT-Dienstleister, die ihren Kunden durch die erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen ein angemessenes Maß an Cybersicherheit gewährleisten. Das Gütesiegel erhöht die digitale Sicherheit von KMU und hebt die Digitalisierung auf ein höheres Qualitätsniveau. Das CyberSeal-Gütesiegel ist drei Jahre lang gültig. In der Pilotphase wurden 11 Unternehmen zertifiziert. Ein erfolgreicher Start mit großen Ambitionen für 2022 und darüber hinaus.

Studie zu Digitalisierung und Cybersicherheit in KMU 2021

Zusammen mit der Mobiliar, der FHNW, der SATW und der Allianz Digitale Sicherheit Schweiz wurde 2021 eine repräsentative Umfrage unter CEOs von KMU in der ganzen Schweiz durchgeführt. Die Studie „Homeoffice und Cybersicherheit in Schweizer KMU” zeigt, dass zwar die Mehrheit der Führungskräfte mehr oder weniger über Cyberbedrohungen informiert ist, das allgemeine Wissensniveau über Cybersicherheit jedoch noch verbessert werden muss. 

Während im Jahr 2020 ein Viertel der befragten Unternehmen von Cyberangriffen betroffen war, waren es in der zweiten Umfrage mehr als ein Drittel. Die Umsetzung technischer Maßnahmen gegen Cyberangriffe ist auf einem hohen Niveau. Allerdings gibt es noch viel Potenzial bei der Umsetzung organisatorischer Maßnahmen wie der Durchführung von Sicherheitsaudits und Mitarbeiterschulungen.

Schnellcheck zur Cybersicherheit für KMU

Die Sicherheit der Bürger, des Staates und der Unternehmen im virtuellen Raum blieb auch im Jahr 2021 ein zentrales Anliegen. Wir möchten, dass sich jede Organisation, insbesondere KMU, die Frage stellt, wie gut ihr Unternehmen gegen Angriffe aus dem Cyberspace geschützt und vorbereitet ist. Der Online-Schnelltest hilft dabei, die aktuelle Situation zu ermitteln. Ein grosser Erfolg der letzten 12 Monate ist, dass dieser Service für KMU im Jahr 2021 2'000 Personen erreicht hat.

Ausschuss für Cybersicherheit

Der Ausschuss für Cybersicherheit besteht aus 38 Mitgliedern und trat im Laufe des Jahres 2021 viermal zusammen. In den Sitzungen des Cybersicherheitsausschusses wurden mit den Vertretern des Bundes die aktuellen Entwicklungen bei der Umsetzung der nationalen Cyberstrategie des Bundes diskutiert. Darüber hinaus fand ein Austausch über die allgemeine Bedrohungs- und Sicherheitslage sowie ein Bericht über aktuelle Projekte und ein gegenseitiger Erfahrungsaustausch statt.

Startup & International

Schweiz: ein hochwertiger Standort für Start-ups

Die Schweiz ist eines der attraktivsten Länder weltweit, wenn es um den Zugang zu Risikokapital für Startups geht. Dies zeigt sich auch daran, dass 2021 ein exponentielles Wachstum mit Investitionen von über 3,1 Milliarden CHF in Startups zu verzeichnen war. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2020 Investitionen in Höhe von 2 Milliarden CHF getätigt. Die Schweiz steht außerdem seit mehr als zehn Jahren in Folge an erster Stelle des Global Innovation Index der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO). Es überrascht nicht, dass sich dies positiv auf Start-ups auswirkt, insbesondere im Bereich Technologietransfer und Frühphasenfinanzierung. Allerdings gibt es Schwächen in den Bereichen Digitalisierung und Wachstumsbeschleunigung. Diese Bereiche müssen angegangen werden, um sicherzustellen, dass die Schweiz auf der globalen Bühne wettbewerbsfähig bleibt.

Schweizer Startup-Wettbewerb (Digital Days)

15 ausgewählte Startups aus der Schweiz präsentierten, wie sie die Zukunft verändern und etwas bewirken wollen. Die Jury und das Publikum wählten die fünf Finalisten aus, die vor einer exklusiven Jury um den Gewinn von 10'000 CHF und AWS-Gutschriften pitchten. Das Start-up, das die Anerkennung der Publikumsstimmen erhielt, war Amplify, während Smeetz den Gesamtsieg und den Hauptpreis gewann.

8x ScaleUp-Bootcamps

Die ScaleUp Bootcamps boten Schweizer und internationalen Start-ups einzigartige Möglichkeiten zur Geschäftsentwicklung. Die Matchmaking-Veranstaltung 2021 brachte 244 Branchenführer und Start-ups zusammen.

Wir haben insgesamt 244 Teilnehmer begrüßt, mit durchschnittlich 30 Teilnehmern pro Bootcamp. Bei den Einzelgesprächen gab es insgesamt 359 Teilnehmer, mit durchschnittlich 45 pro Bootcamp. Schließlich waren 137 Follow-ups von den teilnehmenden Unternehmen geplant, mit durchschnittlich 3,3 pro Unternehmen, und 73 % können die während des SUB geknüpften Kontakte in Zukunft nutzen.

ScaleUp Cruise Zürich

180 Personen kamen zusammen, um den wunderschönen Zürichsee zu befahren: 70 Scale-ups, 30 Investoren und 50 CEOs von Start-ups. Zusammen mit Samuel Müller (Scandit), Lea von Bidder (AVA), Alain Chuard (Wildfire), Dominique Mégret (Swisscom Ventures) und Gina Domanig (Emerald Technology Ventures) standen das Scaleup-Playbook und der Fokus auf Personalbeschaffung und Fundraising im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Swisstech: CES Las Vegas virtuell

Die Consumer Electronics Show (CES) 2021 fand zum ersten Mal seit 50 Jahren virtuell statt. Die Schweiz präsentierte sich unter dem Dach von Swisstech mit 23 Start-ups. Um ein intensives digitales Erlebnis zu gewährleisten, haben S-GE und die Swisstech-Partner Präsenz Schweiz, Innosuisse, swissnex, digitalswitzerland und der Swiss Business Hub USA eine virtuelle Bühne organisiert.

Die Hannover Messe wird virtuell

Mit der Hannover Messe 2021 fand vom 12. bis 16. April die weltweit wichtigste Industriemesse in rein digitaler Form statt, und die Schweiz war erneut mit einem nationalen Pavillon vertreten. Von unbemannten Hubschraubern über den Einsatz neuester Modelle künstlicher Intelligenz bis hin zu Rohrmaschinenherstellern hatte die Schweizer Online-Ausstellung viel zu bieten.

Politisch-wirtschaftliches Umfeld

elektronische Identität

Die Bundesregierung hat ihre Richtungsentscheidung für die E-ID 3.0 dargelegt und fordert ein Schweizer E-ID-Ökosystem auf Basis einer staatlich betriebenen Infrastruktur. Das neue Format Expert Studio wurde ins Leben gerufen, um das vorhandene Wissen zum E-ID-Ökosystem zu bündeln.

GITEX-Parlamentsreise

Entdecken Sie das dynamische Innovationsökosystem des Nahen Ostens und treffen Sie digitale Pioniere aus aller Welt: Das 9. Parlamentarische Seminar fand vom 16. bis 17. Oktober 2021 anlässlich der Dubai World Expo und der GITEX Technology Week in Dubai statt. Neben dem Besuch beider Ausstellungen erwarteten die Teilnehmer interessante Vorträge, Diskussionen und Treffen.

Politische Erklärungen

digitalswitzerland setzt sich für klare Verhältnisse und günstige Rahmenbedingungen ein, die eine erfolgreiche Digitalisierung der Schweiz ermöglichen. Die politischen Positionen von digitalswitzerland spiegeln ausschliesslich die Meinung des Vereins digitalswitzerland und seiner Mitglieder wider und nicht die Position der Partner der Stiftung.

  1. 26. Februar 2021 – Stellungnahme zur Änderung des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG): Erklärung lesen (nur auf Deutsch)

  2. 25. März 2021 – Stellungnahme zum Bundesgesetz über den Einsatz elektronischer Mittel zur Erfüllung amtlicher Aufgaben (EMBaG): Erklärung lesen (nur auf Deutsch)

  3. 17. August 2021 – Stellungnahme zur Neugestaltung der E-Voting-Versuche. Zur Medienmitteilung und Stellungnahme: Deutsch und Französisch

  4. 15. September 2021 – Stellungnahme zur Änderung der Verordnung 2 zum Arbeitsgesetzbuch: Zur Medienmitteilung und Stellungnahme (Deutsch und Französisch)

  5. 14. Oktober 2021 – Revision der Verordnung zum Bundesgesetz über den Datenschutz: Erklärung lesen (nur auf Deutsch)

Positionspapiere

Die folgenden zwei Positionspapiere wurden 2021 veröffentlicht:

  1. 15. März 2021 – Schreiben zum politischen Geschäft «Provisorische gerichtliche Eröffnung, Anpassung an veränderte Geschäftspraxis (Digitalisierung) [19.3448, Dobler]: Lesen Sie die Stellungnahme: deutsche Version, französische Version

  2. 13. Oktober 2021 – Öffentliche Konsultation zur „e-ID-Mission”: Zur Pressemitteilung und Stellungnahme

Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten

Unser Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten besteht aus 27 Mitgliedern und hat im Jahr 2021 sechs Sitzungen abgehalten. Der Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten ist für die Diskussion und Bewertung politischer Themen im Bereich der Digitalpolitik zuständig. Bei Bedarf und sofern angemessen werden die Anliegen von digitalswitzerland in Form von Stellungnahmen, Positionspapieren oder bei Veranstaltungen gegenüber Politikern und der Öffentlichkeit kommuniziert.

ePower-Veranstaltung: 28. September 2021

Im Nationalrat gibt es zwei parlamentarische Gruppen, die sich mit Themen der Digitalpolitik befassen: die parlamentarische Gruppe ePower – ICT für die Schweiz und die parlamentarische Gruppe für digitale Nachhaltigkeit Parldigi. Gemeinsam organisieren wir regelmässig Veranstaltungen zu aktuellen Themen der Digitalpolitik.

Was kommt als Nächstes: 2022 und darüber hinaus

Öffentlicher Dialog | Digitale Tage

Der Countdown für die Swiss Digital Days 2022 läuft. Die diesjährige Veranstaltung markiert die Rückkehr zu physischen Erlebnissen nach zwei Jahren Pause. Vom 5. September bis zum 23. Oktober 2022 wird eine Pop-up-Installation lokale Aktivitäten in sieben Regionen der Schweiz begleiten.

E-Health unter der Lupe

eHealth wird weiterhin ein wichtiger Schwerpunkt für digitalswitzerland sein. Das Schweizer Gesundheitssystem ist das zweitteuerste Gesundheitssystem der Welt. Nur durch eine gemeinsame nationale Vision zur erfolgreichen Digitalisierung des Gesundheitssystems können wir Fortschritte erzielen und die Gesundheitskosten senken. Derzeit befindet sich das Team in der Ideenfindungsphase und führt Interviews mit Mitgliedern und Experten des Schweizer Gesundheitssystems durch. Was Veranstaltungen angeht, so wird im Mai im Rahmen des WEF-Frühstücks im ETH-Pavillon eine spannende Podiumsdiskussion mit allen wichtigen Akteuren des Gesundheitswesens stattfinden.

Regionale Ausdehnung

Mit Blick auf die Zukunft werden wir die Reichweite von digitalswitzerland in den Regionen weiter ausbauen. Die Zentralschweiz wird weiterhin an einer Roadmap zur Etablierung von Aktivitäten arbeiten. Dabei wird ein enger Konsultationsprozess mit den Kantonen und bestehenden Initiativen verfolgt. Die Möglichkeit gemeinsamer Aktivitäten mit der Start-up-Initiative *zünder (Central Switzerland Founders) wird derzeit geprüft. Im Tessin liegt der Schwerpunkt weiterhin auf der Gewinnung von Mitgliedern und dem Aufbau von Beziehungen, um noch mehr Wirkung zu erzielen.

Mitgliederbeziehungen

Die letzten Monate waren für unser Mitgliederservice-Team sehr arbeitsreich. digitalswitzerland hat 16 neue Mitglieder gewonnen, die nun Teil unseres über 200 Mitglieder starken Netzwerks sind. Die neu überarbeitete Strategie wird sich weiterhin stark auf die Gewinnung von KMU und regionalen Organisationen konzentrieren. Um unsere Grenzen und unsere Reichweite weiter zu erweitern, werden wir uns im nächsten Quartal auf die Akteure der Pharmaindustrie konzentrieren.

Eine Zukunft voller Möglichkeiten

Unsere digitale Zukunft hängt davon ab, wie wir neue Denkweisen und Technologien annehmen oder ablehnen. Wir werden den Rest des Jahres 2022 mit Begeisterung angehen, um unsere neue Strategie zum Leben zu erwecken, und laden die Schweizer Bevölkerung ein, sich uns anzuschließen. Ein herzliches Dankeschön an unsere Mitglieder und ihre Unterstützung für unsere Mission. Dies ermöglicht es uns, unsere 25 schweizweiten Initiativen zu verfeinern und zu schärfen, um noch mehr Wirkung zu erzielen.

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